Der medizinische Blutegel

Hirudo medicinalis

 

Blutegel werden bis zu 30 Jahre alt und benötigen oft nur eine Blutmahlzeit im Jahr.

Er verfügt über 3 Kieferleisten, die wie ein Mercedesstern angeordnet sind. Zwischen den Zähnen befinden sich Drüsenausgänge die den heilenden Speichel abgeben.

Die über 40 Wirkstoffe des Blutegels fördern zum Beispiel durch Gerinnungshemmung die lokale Blutzirkulation im Bereich der Ansatzstelle und helfen insbesondere gegen schmerzhafte Entzündungen. Weitere Wirkstoffe haben eine gefäßerweiternde beziehungsweise entkrampfende Wirkung und fördern den Abfluss angestauten Blutes zum Beispiel an Arthosen.

 

Hier könnt ihr meine Infobroschüre zur Blutegeltherapie runterladen.

 

Was passiert während der Behandlung?

Die Blutegeltherapie ist eine traditionelle – aber auch von der modernen Wissenschaft anerkannte – Behandlungsmethode bei vielen Beschwerden. Medizinische Blutegel verfügen über eine eigene kleine Apotheke in ihrem Speichel.

Er saugt sich erst am Patienten fest und beisst sich dann zu. Der Biss ist nicht besonders schmerzhaft aber deutlich spürbar. Man kann es mit einem Nadelstich zu vergleichen. Es kann im Verlaufe des Saugvorgangs immer wieder zu einem leichten Stechen kommen. Da er mit dem Speichel schmerzlindernde Stoffe abgibt, ist es aber in der Regel schmerzfrei.  

Nach 20 bis 90 Minuten ist der Blutegel satt und fällt von alleine ab. In der Zeit wächst er auf das Fünffache seines ursprünglichen Größe an. Die kleine Bisswunde bleibt nach der Behandlung offen.

 

Nachblutung

Durch den Wirkstoff Calin bleibt die Wunde 4 bis 12 Stunden offen. Im Einzelfall kann es sogar bis zu 24 Stunden nachbluten. Dies ist absolut erwünscht und sollte nicht unterbunden werden. Die Nachblutung ist für den Therapieerfolg entscheidend. Ausserdem sorgt es dafür, dass die Bissstelle keimfrei bleibt. 

Bei Pferden kann die Wunde offen gelassen werden. Bei Hunden schützt ein saugfähiger Verband eure Wohnung vor Verschmutzungen.

 

Versucht bitte nicht, die Nachblutung zu stoppen. Wie gesagt: Die Nachblutung ist absolut gewünscht und wichtig für den Heilungserfolg. 

 

Entstandene Krusten auf der Bissstelle dürfen keinesfalls entfernt werden. Auch sollten Sie versuchen, Ihre Tier daran zu hindern, in diesem Bereich zu kratzen oder sich zu scheuern. Andernfalls besteht die Gefahr einer Wundinfektion.

 

Ihr Tier hat nach der Behandlung Ruhe verdient. Ruhige Bewegungen (z. B. kurze und leichte Spaziergänge sind erlaubt), jedoch sollten Sie von sportlichen Aktivitäten oder sehr langen Spaziergängen absehen.


Bei diesen Krankheiten können Blutegel deinem Hund helfen:

  • Arthritis / Arthrose
  • Gelenkfehlbildungen (Dysplasien wie HD, ED)
  • Erkrankungen des Bänder- und Sehnenapparates
  • Wirbelsäulenerkrankungen (Spondylosen, Diskopathien, Cauda equina u.a.) Neuritiden (Nervenreizungen, -entzündungen z.B. Ischialgie)
  • Lumbago
  • Myogelosen (Muskelverhärtungen)
  • Ekzeme (auch Leckekzem, Ohrekzem, Zwischenzehenekzem)
  • Abszesse
  • Mastitis (Gesäugeentzündungen)
  • Wundheilungsstörungen
  • Narbenproblematik (auch post-OP)
  • Hämatome (Blutergüsse)
  • Venenerkrankungen (Thrombose, Thrombophlebitis)
  • Lymphangitis (Lymphbahnenentzündungen)
  • Zahn- und Kiefererkrankungen

Bei diesen Krankheiten können Blutegel deinem Pferd helfen:

  • Arthritis / Arthrose (z.B. Schale, Spat,)
  • Huf- / Klauenerkrankungen (z.B. Rehe, Mortellaro, Hornfäule, Hufkrebs)
  • Erkrankungen des Bänder- und Sehnenapparates (z.B. Sehnen - und Sehnenscheidenentzündungen, Fesselträgerentzündungen, Kreuzbandbeschwerden, Patellaluxation)
  • Gallen (auch Piephacke, Nackenbeule etc.)
  • Hufrollenproblematik (Podotrochlose, -itis)
  • Wirbelsäulenerkrankungen (Spondylose, Kissing Spines)
  • Ataxien (Störungen der Bewegungskoordination)
  • Lumbago (Kreuzverschlag)
  • Myogelosen (Muskelverhärtungen) und Myalgien (Muskelschmerz)
  • Druckstellen (Sattel- oder Geschirrdruck)
  • Ekzeme (z.B. Sommerekzem, Mauke)
  • Phlegmone (Einschuss), Abszesse
  • Mastitis (Euterentzündungen)
  • Wundheilungsstörungen
  • Narbenproblematik (auch post-OP)
  • Hämatome (Blutergüsse)
  • Venenerkrankungen (Thrombose, Thrombophlebitis)
  • Lymphangitis